| Roviva el pueblo |
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| Geschrieben von Dominik Böschen | |
Drei Scouts in Leder mit 100 Kilo StahlHört sich nicht nur auf den ersten Lauscher sehr suspekt an und kreiert nicht nur ein merkwürdiges, fremdartiges Bild in unseren Köpfen sondern beschreibt auch jenen fremdartigen Eindruck, den wohl unwissende Dritte haben mussten, als drei Rover aus Budenheim, gekleidet in altertümlichem Lederdress, 4 Stahlplatten im Gepäck, ihre Reise nach Spanien antraten um in einem kleinen, von der Außenwelt abgeschnittenem Dorf, ein Stück Mittelalter zu reinkarnieren. Es handelte sich hierbei um die Region Mitte Roveraktion Roviva, der fantastischen Idee innerhalb von 2 Wochen irgendwo im Nirgendwo Spaniens ein mittelalterliches Dorf zu errichten, fern von jeglichen Sitten und fern von jeglichen Modernitäten. Wie 250 andere Scouts von dieser Idee fasziniert, machten sich Florian Ries, Fabio Nikolay und ich, Dominik Boeschen, auf den weiten Weg ins Land der Sonne und Fiesta. Der Rest unserer glorreichen und altbekannten Pfadfindermeute war trotz jeglicher Mühen leider beruflich, finanziell oder des Studiums wegen verhindert. Johannes Mühl, Reiter des siebensitzigen Pfadfinderbenzinhirsches brachte uns nach einstündiger Fahrt wohlbehalten nach Mannheim wo wir in ein noch moderneres Gefährt umstiegen, dessen Pferdestärken einen Transport von 50 Pfadfindern zuließ. Der erste Quest unserer Reise war es nun 100 Kilo Stahl in Plattenform in einen Bus zu schmuggeln, der von zwei Fahrern bewacht wurde, welche entsetzt von den Gepäckmengen in einem beängstigendem Zustand zwischen Ex- und Implosion zu stehen schienen. Quest 1 wurde mit Bravour bewältigt. Wer uns verrückte Roverstufe kennt wird sich über die Mitnahme von 100 Kilo Stahl wohl nicht sonderlich gewundert haben, doch man Höre und Staune, es gab dafür eine rationale Erklärung. Jeder Stamm der an Roviva teilnahm stellte im Ortssystem eine ganz spezielle Gilde dar, mit der er markten konnte. In einem Meer aus Ideen erfasste uns die des Süßbäckerhandwerks und sorgte für eine Welle der Kreativität, sodass wir Stahlplatten zuschneiden ließen und kauften, um einen Ofen zu erbauen, für den uns wohl jeder Bäckerknappe vergangener Zeit beneidet hätte. En route pour l`Espagne fuhren wir durch Frankreich und die Pyrenäen. Nach zwanzig Stunden Busfahrt, einer Bustoilette vollgestopft mit Gepäck und einer Stunde Marsch durchs Nirgendwo war auch der zweite Quest geschafft.
In den ersten Tagen stellte sich heraus, das Roviva unsere hohen Erwartungen gänzlich befriedigen konnten. Flo`s und Dominiks Übermut und Motivation waren Anzeichen darauf, Fabios Zufriedenheit und, glaubt es oder nicht, Sättigung, der endgültige Beweis. Was zu tun gab es in den ersten Tagen immer. Als erstes Stand Erkundung der Gegend auf dem ungeschriebenem Plan. Faszinierend und genial sind wohl zwei Wörter die gut zu einer Beschreibung tauglich wären, jedoch erspar ich mich weitere und ersetze sie durch ein paar Landschaftsbilder: Beeindruckt von der Landschaft und motiviert etwas richtig Einmaliges zu erleben suchten wir nun eine Stelle um unseren Ofen zu bauen. Dies war dann wohl Quest 3, der da lautete: Baut einen Ofen - benutzt kein Feuer ihn zu heizen - baut ihn nahe des Wasserrinnsaals und baut ihn dort trotz des harten Schiefergestein-Lehmbodens.
Als wir wieder kamen, gab es nach einer kurzen Regenerationsphase erstmal eine Schlacht mit Schaumgummiwaffen. Das waren sehr chaotische Duelle in der 2 Mannschaften mit je 10 Kriegern sich bekämpften und verhindern mussten den gegnerischen Läufer durchzulassen. Danach widmeten sich alle wieder dem Dorfleben und wie bei allen guten Lagern kam das Ende viel zu schnell. Nach einem großen Abschieds.. ja .. eigentlich AbschiedsFRESSEN…gab es wildes Geknuddel und viel zu schnell war man braungebrannt und mit einem tollen Lager hinter sich auf dem Heimweg. Für weitere Bilder: www.roviva.de
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